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Düsseldorf
Ingenieure verdienen am meisten

Düsseldorf. Das Bruttoeinstiegsgehalt nach dem Studium liegt bei 51.000 Euro.

Mit dem Berufswunsch ist das so eine Sache: Die meisten Jungs im Grundschulalter wollen Feuerwehrmann oder Astronaut werden und die Mädchen Tierärztin oder Tänzerin. Kaum einer oder eine fühlt sich mit sieben Jahren dazu berufen, einmal einen Ingenieurberuf zu lernen. Das ändert sich frühestens auf der weiterführenden Schule, und auch nur dann, wenn die Noten in Mathe, Physik und Informatik stimmen.

Vielerorts sind die Studiengänge Elektrotechnik, Maschinenbau und Bauingenieurwesen zulassungsfrei, weil die Zahl der Studierenden meistens überschaubar bleibt. Dabei werden Ingenieure gebraucht wie nie. Und sie verdienen ordentliches Geld, schon beim Einstiegsgehalt. Das durchschnittliche Bruttogehalt für Ingenieure liegt laut IG Metall für das aktuelle Jahr bei 51.000 Euro. Genauso viel verdienen Wirtschaftsingenieure im Schnitt. Knapp dahinter liegen die Mediziner, die im Jahr mit 50.000 Euro brutto rechnen dürfen.

Nur promovierte Informatiker und Rechtswissenschaftler liegen mit 53.000 bzw. 58.000 Euro über den Ingenieuren. Aber wer promoviert, der studiert auch länger. Ohne Doktortitel verdienen die Berufseinsteiger der Fächer Informatik und Rechtswissenschaften übrigens 48.500 Euro.

Grafiker, Designer, Sprach- und Kulturwissenschaftler dagegen müssen den ein oder anderen Euro vermutlich auch mal öfter umdrehen. In diesen Berufen verdienen Hochschulabsolventen im Schnitt nämlich nur 40.000 Euro brutto und damit 11.000 Euro weniger als Ingenieure. Auch die Pharmazeuten und Lebensmittelchemiker müssen beim Einstiegsgehalt Abstriche machen, für sie gibt es nach dem Abschluss 41.000 Euro.

Wer gutes Geld verdienen will, der muss sich natürlich auch das entsprechende Unternehmen suchen. Seit 1999 befragt das Forschungsinstitut "Trendence" junge Menschen nach ihren Wunscharbeitgebern und Karriereplänen. Mehr als 50.000 Schüler, Absolventen und Berufseinsteiger nehmen in Deutschland jährlich an Studien teil. Bei Wirtschaftswissenschaftlern sind vor allem die Autobauer beliebt: 13,6 Prozent würden bei BMW arbeiten, elf Prozent bei Audi, 8,6 Prozent bei Daimler/Mercedes-Benz und 8,4 Prozent bei Porsche. Erst auf Rang fünf liegt mit Google (7,3 Prozent) ein Nicht-Autobauer.

Bei Ingenieuren sehen die beliebtesten Arbeitgeber ähnlich aus. Anstatt Google würden Ingenieure am fünftliebsten bei Bosch arbeiten. Mehr als ein Viertel der IT'ler wünscht sich einen Job bei Google, bei Juristen sind das Auswärtige Amt (17,6 Prozent) und das Bundeskriminalamt (12,4 Prozent) beliebt.

(esc)
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