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Statistisches Bundesamt
Weniger Schüler und Studenten bezogen 2014 Bafög

Statistisches Bundesamt: Weniger Schüler & Studenten bezogen 2014 Bafög
647.000 Studenten bezogen im vergangenen Jahr Bafög. 2013 waren es 2,9 Prozent mehr. FOTO: dpa, fve fdt cul
Wiesbaden. Die Zahl der mit Bafög-Leistungen unterstützten Schüler und Studenten ist im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Im Jahr 2014 erhielten insgesamt 925.000 junge Menschen Geld nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög) - 3,5 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

Etwa 647.000 Bafög-Bezieher studierten im vergangenen Jahr, 278.000 gingen noch zur Schule. Der Rückgang zum Vorjahr war bei den Schülern (minus 5,0 Prozent) stärker als bei den Studierenden (minus 2,9 Prozent). Allerdings geht die Zahl der Schüler auch seit Jahren zurück, während die der Studenten auf einen Rekord gestiegen ist.

Längst nicht alle Geförderten bekamen das ganze Jahr über Bafög. Im Monatsdurchschnitt waren es nur 596.000. Den maximalen Betrag von 670 Euro bekamen 46 Prozent der Studenten und Schüler. Ein Schüler erhielt im Durchschnitt 418 Euro im Monat (plus acht Euro), ein Student 448 Euro (plus zwei Euro). 27 Prozent der Geförderten wohnten noch bei ihren Eltern. Einen Kinderbetreuungszuschlag von 113 Euro Euro für das erste Kind und 85 Euro für jedes weitere Kind bekamen 50.000 Geförderte.

Bund und Länder gaben im Jahr 2014 für Bafög-Leistungen 3,1 Milliarden Euro aus. Dies waren 99 Millionen Euro oder drei Prozent weniger als im Vorjahr. Dabei entfielen knapp 900 Millionen Euro auf die Schülerförderung und gut 2,3 Milliarden Euro auf die Unterstützung von Studenten. Im Jahr 2013 hatte es bereits einen Rückgang der Leistungen von 2,1 Prozent gegeben.

Das Deutsche Studentenwerk bezeichnete die Zahlen als klaren Beweis dafür, dass der Bund das Bafög regelmäßig erhöhen müsse. Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde sagte: "Zum Glück kommt 2016/2017 die seit langem überfällige Erhöhung der Bafög-Bedarfssätze und Freibeträge." Eine Bafög-Erhöhung pro Legislaturperiode reiche aber nicht. "Das Bafög muss regelmäßig und dynamisch an die Entwicklung von Preisen und Einkommen angepasst werden."

Die Bundesregierung prognostiziert, dass durch die Erhöhung der Freibeträge um sieben Prozent ab Herbst 2016 rund 110.000 Studierende und Schüler zusätzlich Bafög erhalten werden. Auch die Bedarfssätze werden um sieben Prozent erhöht.

(AFP/dpa/KNA)
 
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