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Studenten in MINT-Fächern sollten sich besser vorbereiten

Komplex, theoretisch und anstrengend - vielen technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen eilt ihr Ruf voraus. Seit Jahren gehören die sogenannten MINT-Fächer - Studienfächer aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - zu den Fachbereichen mit hohen Abbruchquoten. Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung gab jeder dritte Studienanfänger, der im Wintersemester 2008/2009 ein Maschinenbaustudium aufnahm, das Studium bis 2012 wieder auf. Bei den Mathematikern waren es sogar knapp 40 Prozent.

"Lange Zeit wurde in MINT-Studienfächern sehr bewusst und stark ausgesiebt", sagt Professor Dominik Leiss von der Leuphana-Universität in Lüneburg. Als Professor für Mathematikdidaktik zeigt er Lehramtsstudenten, wie sie Formeln und Gleichungen verständlich lehren können. Mittlerweile habe allerdings ein Wandel an den Universitäten stattgefunden. Mit Vorkursen würden Studenten inzwischen besser als noch vor einigen Jahren auf das universitäre Leben vorbereitet, sagt er. Häufig seien falsche Erwartungen, mit denen die Abiturienten ins Studium starten, ein Problem. Wichtig ist es deshalb im Vorfeld, sich die Studienordnung genau anzusehen. Einmal das Studium begonnen, können aber auch ganz andere Probleme auftreten. Sinnvoll ist, sich schon vor dem Studium mit der Fachschaft oder der Studienberatung auszutauschen, wo im ersten Semester ihrer Erfahrung nach die Probleme der Erstsemester liegen. Ist das Studium begonnen, sei es wesentlich, das Lernen zu lernen, "Es ist nicht unbedingt der Einserkandidat, der supererfolgreich im Studium ist, sondern derjenige mit der Kompetenz, lernen zu können", sagt Professor Susanne Ihsen von der Technischen Universität in München.

(dpa)
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