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Paderborn
Top-Kanzleien suchen Alumni mit Prädikatsexamen

Paderborn. Etwa 48 Prozent der Unternehmen, die Jura-Absolventen einstellen, setzen die Note "Vollbefriedigend" (9,00 bis 11,49 Punkte) voraus. Dies ist das Ergebnis der Hochschul-Recruiting-Studie der Jobbörse "Jobware", die in Kooperation mit der Hochschule Koblenz gestartet wurde und erstmals Kanzleien berücksichtigt. 26 Prozent der Unternehmen fordern sogar die Note "Gut" (11,50 bis 13,99 Punkte) und 13 Prozent "Sehr gut" (14,00 bis 18,00 Punkte).

Vor allem Top-Kanzleien suchen Absolventen mit Prädikatsexamen, während andere Unternehmen keinen großen Wert auf die Note legen. Absolventen des Studiums der Rechtswissenschaften, die mit der Note "Befriedigend" (6,50 bis 8,99 Punkte) abschließen, können laut Studie immerhin bei vier Prozent der befragten Unternehmen landen. Nur neun Prozent ist die Endnote "völlig egal". Gute Fremdsprachenkenntnisse wünschten sich 75 Prozent der Firmen. Im Vergleich mit anderen Fachrichtungen (30 Prozent), wurde dieses Kriterium also deutlich häufiger genannt. Ebenfalls wichtige Auswahlfaktoren bei der Einstellung von Juristen sind Praktika und eine gute Abiturnote. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen gab dies an. Unternehmen anderer Fachrichtungen lagen bei acht Prozent.

Auffällig ist, dass auch Auslandserfahrung von mehr als der Hälfte dieser Kanzleien als positiv eingestuft wurde. In anderen Fachrichtungen sind die von geringerer Bedeutung. Gut zwölf Prozent gaben an, großen Wert darauf zu legen. Wer viel fordert, ist auch bereit, ein hohes Gehalt zu zahlen: 46 Prozent der befragten Unternehmen zahlen Juristen ein Einstiegsgehalt von 86.000 Euro oder höher. Absolventen anderer Fachrichtungen verdienen fast 50 Prozent weniger.

Quelle: RP
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