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Trump bereichert Zitate-Sammlung in Yale

New. Die wissenschaftliche Übersicht bedenkt den US-Präsidenten mehrfach. Die wichtigsten Sprüche.

Haven (ap) "Alternative Fakten", der "verrückte" FBI-Chef Comey und die Tagesbetreuung für Erwachsene im Weißen Haus: Der renommierte Zitatenschatz der Elite-Universität Yale ist künftig um einige Beiträge rund um das erste Amtsjahr von US-Präsident Donald Trump reicher. An die Spitze der für die US-Uni wichtigsten Zitate des Jahres 2017 schaffte es Trump-Beraterin Kellyanne Conway mit ihrer umstrittenen Erklärung für Angaben von Ex-Regierungssprecher Sean Spicer zur vermeintlichen Größe der Menge bei Trumps Amtseinführung am 20. Januar.

Die jährliche Liste stellt ein Update des "Yale Book of Quotations" dar, das erstmals 2006 herausgebracht wurde. Seitdem wählt der angesehene Bibliothekar und Dozent Fred Shapiro Zitate aus, die es zu Berühmtheit gebracht haben oder die den Geist der Zeit verkörpern. Überaus wortgewandt oder bewundernswert müssen sie nicht sein.

Auch die Aktualisierungen wurden wieder von Shapiro zusammengestellt. Der hätte eigentlich noch viele weitere Zitate und Erklärungen von Trump und seinem Umfeld aufnehmen können. "Ich musste tatsächlich die Anzahl an mit Trump in Verbindung stehenden Zitaten auf der Liste begrenzen, damit die Liste nicht von ihm überflutet wird", sagte er. Nur ein Nicht-Amerikaner schaffte es auf die Liste. Ein Überblick: Platz 1 "Sean Spicer, unser Pressesprecher, hat alternative Fakten vorgelegt." (Trump-Beraterin Kellyanne Conway am 22. Januar in einem Interview mit dem US-Sender NBC)

Platz 2 "Alternative Fakten sind keine Fakten, das sind Unwahrheiten." (Der Fernsehmoderator Chuck Todd nach Conways Aussage am 22. Januar in der Sendung "Meet the Press")

Platz 3 "Ich habe gerade den FBI-Chef gefeuert. Er war verrückt, ein richtiger Spinner. Es lastete viel Druck auf mir wegen Russland. Der ist jetzt weg." (US-Präsident Donald Trump erklärt am 10. Mai laut Aufzeichnungen der "New York Times" seinen Entschluss zur Entlassung von FBI-Direktor James Comey.) Platz 4 "Hinsichtlich aller Frauen, die offizielle Anschuldigungen vorgebracht haben, glaubt Herr Weinstein, dass all diese Beziehungen einvernehmlich gewesen sind." (Sallie Hofmeister, Sprecherin des wegen sexuellen Fehlverhaltens in Bedrängnis geratenen Produzenten Harvey Weinstein, am 10. Oktober)

Platz 5 "Make Our Planet Great Again." (Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron am 1. Juni zum Rückzug der USA aus dem Pariser Weltklimaabkommen.) Platz 6 "Wir können nicht zulassen, dass die Häftlinge das Gefängnis führen." (Der Besitzer des NFL-Teams Houston Texans, Robert McNair, am 27. Oktober bei ESPN über den Nationalhymnenprotest von American-Football-Profis) Platz 7 "Ja." (Die demokratische US-Senatorin Elizabeth Warren am 2. November in einem CNN-Interview auf die Frage, ob die Vorwahlen der Demokraten 2016 zugunsten von Bewerberin Hillary Clinton manipuliert worden seien) Platz 8 "Und der Oscar ... für den Besten Film ... La La Land." (Die US-Schauspieler Warren Beatty und Faye Dunaway erklären am 27. Februar auf der Oscar-Verleihung versehentlich den falschen Film zum Sieger. Grund war ein vertauschter Umschlag.) Platz 9 "Es ist eine Schande, dass das Weiße Haus zu einer Tagesbetreuungsstätte für Erwachsene geworden ist." (Der republikanische Senator von Tennessee, Bob Corker, lässt seiner Kritik an Präsident Trump freien Lauf - stilecht via Twitter.) Platz 10 "Es gibt zu viel Geld auf der Welt." (Der Kunsthändler Lawrence Luhring am 16. November nach dem Verkauf des mutmaßlichen Gemäldes "Salvator Mundi" von Leonardo da Vinci für mehr als 450 Millionen Dollar)

Quelle: RP
 
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