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Düsseldorf
Unternehmen suchen an Unis Nachwuchs

Düsseldorf. Bei Recruiting-Tagen oder Jobmessen können Studenten Kontakt zur Arbeitswelt knüpfen.

Der Kampf um die besten Mitarbeiter beginnt inzwischen schon an der Uni: Immer mehr Unternehmen entscheiden sich, über Recruiting-Tage oder Jobmessen direkt Kontakt zu künftigen Fach- und Führungskräften zu suchen. Auch in der Region finden in den kommenden Wochen zahlreiche Messen statt. Studenten können nicht nur Jobs finden, sondern auch berufliche Perspektiven ausloten. Damit man sich aber nicht nur die Füße plattläuft und der Messebesuch erfolgreich wird, sollte man ein paar Punkte berücksichtigen.

Die Firmen haben konkrete Angebote für Festanstellungen, aber auch für Praktika. Es gibt Veranstaltungen, die alle Fachrichtungen ansprechen, aber auch solche, die sich an angehende Ingenieure oder Absolventen der Sozialwissenschaften richten. "Man kann die Messen schon frühzeitig besuchen, um den Druck aus der Jobentscheidung zu nehmen", sagt Andrea Heiliger vom Messeveranstalter Einstieg. "Schließlich kann ich die ausstellenden Unternehmen auch wegen eines Praktikums ansprechen." Viele Messen bieten außerdem ein Begleitprogramm mit Vorträgen zu Bewerbung und Gehaltsverhandlung oder einen Bewerbungsmappen-Check.

Der Besuch einer Jobmesse braucht Vorbereitung, wenn man nicht ziellos zwischen den vielen Ständen umherstreifen will. "Besser im Internet recherchieren", rät Andrea Heiliger. "Welche Unternehmen stellen aus? Und wo ergeben sich interessante Anknüpfungspunkte mit meinen Interessen? Gibt es ein Rahmenprogramm mit Vorträgen, die ich hören möchte? Wo sind die Stände der von mir favorisierten Firmen? Und was möchte ich dort erreichen?", sagt Heiliger. Dann sollte man Informationen über die Firmen suchen und einige Fragen formulieren, die man im persönlichen Gespräch am Messestand stellen möchte. Zur Vorbereitung auf die Messe gehört auch das Erstellen von fünf bis sechs Bewerbungsmappen mit Lebenslauf, Foto und Zeugnissen. Die gehen an die favorisierten Firmen. "Sinnvoll ist auch, vorab Termine mit den Ausstellern zu vereinbaren", sagt Andrea Heiliger. "Dann kann ich mich noch konkreter vorbereiten."

Am Messetag selbst sollten Studenten möglichst pünktlich zum Start vor Ort sein. Gekleidet sein sollte man wie zu einem Vorstellungsgespräch. "Es kommt auch ein bisschen auf den Job und die Branche an, in der ich mich bewege", sagt Andrea Heiliger. Sie rät, nicht zuerst mit dem absoluten Traumarbeitgeber zu sprechen, sondern an anderen Ständen zu "üben" und kurz zu reflektieren, was man für das entscheidende Gespräch noch verbessern sollte. Nach jedem Gespräch sollte der Name des Gesprächspartners notiert werden.

Nach der Messe steht die Nachbereitung an: Erstmal alle Flyer und Visitenkarten sichten und sortieren: Was ist uninteressant und kann weg, was lege ich mir zur Seite? Ganz wichtig außerdem: Versprochene Anrufe so schnell wie möglich tätigen und zugesagte Unterlagen ebenso schnell verschicken. Außerdem: dranbleiben. Geknüpfte Kontakte mit Hinweis auf das Kennenlernen bei der Messe pflegen, um später auf sie zurückgreifen zu können.

(debo)
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