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Düsseldorf
Wettbewerb für junge Gründer

Düsseldorf. Das Land NRW unterstützt Start-ups von Hochschulen. Die Bewerbungsfrist endet am 30. November. Von Jessica Balleer

Wenn sich das Studium dem Ende zuneigt, setzen sich Studierende auch konkreter mit ihrer beruflichen Zukunft auseinander. Für immer mehr junge Menschen kommt dabei auch die Selbstständigkeit in Frage. Berlin ist nach wie vor Gründerstadt Nummer eins in Deutschland. Doch der "Deutsche Start-up Monitor 2015" deutete es bereits an: Auch die Metropolregion Rhein-Ruhr wächst in Sachen Start-up-Szene. Damit das so bleibt, unterstützt das Land Hochschulen und ihre jungen Gründer beim Aufbau neuer Unternehmen.

Der Förderwettbewerb "Start-up-Hochschul-Ausgründungen" geht in die vierte Runde: Seit dem 31. August sucht das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWF) wieder Hochschulabsolventinnen und -absolventen, die ein Unternehmen gründen wollen. Das MIWF stellt bis zum Jahr 2020 insgesamt 21 Millionen Euro aus Landes- und EU-Fördermitteln bereit. Bewerben können sich Teams für diese Runde noch bis zum 30. November. "Für das Land ist es einfach wichtig, Wissen und Forschungsergebnisse nutzbar zu machen", sagt Hendrik Vollrath vom "Projektträger Jülich".

Gesucht sind Gründungsideen, die auf technologischen, betriebswirtschaftlichen oder sozialen Innovationen sowie wissensintensiven Dienstleistungen basieren. Ziel des Wettbewerbs ist es, mehr Gründungen aus Hochschulen zu fördern und die Erfolgschancen der Start-ups zu verbessern. Die Gewinner werden im Programm "Start-up-Hochschul-Ausgründungen? bis zu 18 Monate jeweils mit bis zu 240.000 Euro gefördert. "Das vorhandene Transferpotenzial an den Hochschulen muss systematisch erschlossen werden", sagt NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. Die Hochschulen im Land sind sehr aktiv, was die Förderung junger Gründer angeht. Die drei so genannten "Gründerhochschulen", die das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie derzeit bereits mit dem "EXIST"-Förderprogramm unterstützt, sind die RWTH Aachen, die TU Dortmund und die Heinrich-Heine-Uni Düsseldorf. Allein die RWTH Aachen hatte zuletzt mehr als 50 Ausgründungen pro Jahr. Auch die Düsseldorfer Universität investiert in ihre Start-up-Szene. Zahlreiche Lehrveranstaltungen mit Ringvorlesungen, Seminaren und Workshops sind eine Möglichkeit, Wissen für ein erfolgreiches Start-up zu bekommen.

An dem Förderwettbewerb haben sich bereits die Düsseldorfer Projekte "reaxon" (Digitalisierung der chemischen Forschungslabore), "art research" (Aufbau einer Online-Datenbank von Künstlern und Ausstellungen) sowie das Team von "innoMMT" (Aufbau eines Sensor-Netzwerks für mobile Medizintechnik) beteiligt. "Die Düsseldorfer Projekte zeigen die thematische Bandbreite in unserem Wettbewerb", sagt Hendrik Vollrath.

Quelle: RP
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