| 12.12 Uhr

Studenten und Schüler
Zahl der Bafög-Empfänger weiter gesunken

Zahl der Bafög-Empfänger 2015 weiter gesunken
Hunderttausende Studenten bekamen 2015 Bafög FOTO: dpa, spf sun jol kde
Wiesbaden . Erneut ist die Zahl der Bafög-Empfänger deutlich gesunken. Im vergangenen Jahr erhielten insgesamt 870.000 Schüler und Studenten die Ausbildungsförderung. Durch eine Reform wird demnächst aber wieder mit einem Anstieg gerechnet.

Die 870.000 Bafäg-Empfänger waren 54.000 oder 5,9 Prozent weniger als im Jahr davor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. 2014 hatte der Rückgang gegenüber dem Vorjahr 3,5 Prozent betragen.

2015 erhielten 259.000 Schüler und 611.000 Studierende Bafög. Fast die Hälfte davon (46 Prozent) bekam den maximalen Förderbetrag. Im Durchschnitt bekamen Schüler monatlich 421 Euro und Studenten im Schnitt jeweils 448 Euro.

Die Höhe des Bafög hängt von der Ausbildungseinrichtung, zum Beispiel Berufsfachschule oder Hochschule, und auch davon ab, ob jemand bei den Eltern oder auswärts untergebracht ist. 28 Prozent aller Geförderten wohnten bei ihren Eltern und 72 Prozent außerhalb des Elternhauses. Rund 470.000 Schüler und Studenten erhielten im vergangenen Jahr eine Teilförderung, weil ihr eigenes Einkommen oder das der Eltern bestimmte Grenzen übersteigt.

Bund zahlt komplett

Die gesamten Bafög-Ausgaben des Bundes, der seit 2015 die volle Finanzierung der Leistungen übernimmt, lagen bei drei Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die gesamten Bafög-Ausgaben um rund 170 Millionen Euro oder 5,4 Prozent zurück.

Anfang August trat ein umfassendes Reformpaket zum Bafög in Kraft. Mit verbesserten Leistungen - wie höheren Bedarfssätzen und Elternfreibeträgen - ist dem Statistikamt zufolge davon auszugehen, dass die Zahl der Bafög-Empfänger und der finanzielle Aufwand künftig wieder steigen werden.

(crwo/afp)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Zahl der Bafög-Empfänger 2015 weiter gesunken


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.