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Dennis Lehane und der Sog der Mafia

Literatur Er gilt als glänzender Kenner von Mafia-Strukturen, und in einem literarischen Kolossalakt hat er das kriminelle und halbseidene Milieu mit allen schillernden Seiten und blutigen Abgründen gezeichnet. Jetzt geht die Geschichte um die Bostoner Familie Coughlin, deren jüngster Sohn Joe in Florida eine beispiellose Verbrecher-Karriere hingelegt hat, ihrem Ende entgegen. In "Am Ende einer Welt" sieht sich Coughlin, der längst zurückgezogen lebt und sich nach dem Tod seiner Frau seinem Sohn Tomas widmet, einer Todesankündigung ausgesetzt, die sein Weltbild ins Wanken bringt.

Lehane beschreibt das mit einer soghaften Energie; wer als Leser schon bei "Shutter Island" den Nervenkitzel an seinem eigenen Herzschlag spürte, der wird in "Am Ende einer Welt" (das es jetzt als Taschenbuch gibt) erst aus der Hand legen, wenn sich der Nebel um Prophezeiungen und albtraumhaften Visionen endlich gelichtet hat. Elektrisierend! w.g.

Quelle: RP
 
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