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Berlin/Leipzig
Deutsche Museen müssen junge Menschen binden
Berlin/Leipzig. Die deutschen Museen müssen sich nach Expertenmeinung neu erfinden, wenn sie eine Zukunftschance haben wollen. Trotz hervorragenden Zuspruchs blicke er auch mit Sorge in die Zukunft, sagte der Präsident des deutschen Museumsbundes, Volker Rodekamp in einem Interview. 2011 wurden mehr als 109 Millionen Besuche registriert. Rodekamp appelliert zugleich an neue Vermittlungsformen, um die nachwachsende Generation an die Museen zu binden. Jugendliche unter 15 Jahren hätten kein ausgeprägt historisches Weltbild. Auch durch das Nutzen moderner Medien lebten sie stärker gegenwartsbezogen.

"Das alte Museum mit gläsernen Schaukästen zieht nicht mehr", sagte der Präsident. "Wir müssen spannend und attraktiv sein, wir müssen die Konkurrenz der professionellen Freizeitanbieter aushalten", sagte Rodekamp. "Wir müssen unverzichtbar sein." Er sprach sich erneut für freien Eintritt in die Museen aus. Nach Angaben seines Verbandes gibt es derzeit etwa 7200 Museen und museumsähnliche Einrichtungen in Deutschland. Der deutsche Museumsverband habe 2400 Mitglieder.

Quelle: dpa
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