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Köln
Die Ärzte spielen alte Songs in Köln

Köln. Wie ein Abend mit den Ärzten wird, entscheidet sich zu Beginn. Dieser wird ein guter. "Wie es geht" und "2000 Mädchen", Songs aus früheren Schaffensphasen, spielen sie zum Einstand, und noch bevor sie auf die Bühne kommen, dröhnt dieser berühmte Satz vom Album "Planet Punk" durch die Lautsprecher: "Ich hab' drei Jungs da draußen, die sind drauf und dran dich alle zu machen." Von 1995 ist das – die selbst ernannte "beste Band der Welt" gibt sich zuhörerfreundlich. Die Auswahl neuer Songs haben sie auf ein Minimum reduziert, es geht quer durch drei Dekaden Nonsens-Punk, von "Zu spät" über "Hurra" bis "Unrockbar". Das ist ja die Bürde großer Bandhistorien, dass die Fans Altes hören wollen. Zum größten Missgeschick, "Tamagotchi" – einer Single von 2012 – bilden sich Schlangen an der Cocktail-Bar. Zum Refrain von "Ist das noch Punkrock?" aber wollen alle wieder voll da sein. Von Klas Libuda

Bis heute sind Die Ärzte eine Rockstar-Parodie. Vor Tausenden im Kölner Stadion lassen sie sich Eis am Stiel auf die Bühne reichen, zu "Westerland" hat die Pyroshow die Größe eines Tischfeuerwerks. Zweieinhalb Stunden spielt die Band, manchen ist das zu kurz. Zum Finale geht es im Affenzahn durch "Dauerwelle vs. Minipli". Der Text beschränkt sich auf den Songtitel. Was will man denn mehr?

Quelle: RP
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