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Berlin
Erfolgreiches Internetprojekt für Hobbyforscher

Berlin. Vögel zählen oder Mücken sammeln, Kunstwerke beschreiben oder historische Ortsnamen bewahren: Ein halbes Jahr nach Start der bundesweiten Citizen-Science-Plattform freuen sich die Initiatoren über eine rege Nachfrage von Hobbyforschern. "Der Zuspruch ist deutlich größer als wir erwartet haben", sagte David Ziegler von "Bürger schaffen Wissen". Mittlerweile sind 34 verschiedene Projekte auf der Plattform (www.buergerschaffenwissen.de) vertreten, die teils regional arbeiten.

Einige Projekte hob Ziegler als besonders bemerkenswert und nachgefragt hervor: So suchen Geschichts- und Namensforscher Informationen über historische und vielleicht schon fast vergessene Ortsnamen, die dann in einen zentralen Online-Atlas (GOV) eingehen. Vor allem bei Schulklassen beliebt ist auch die sogenannte Sense-Box: Aus einem Selbstbau-Set mit vorgefertigten Teilen basteln die Teilnehmer eigene kleine Umweltmessstationen und speisen die Daten über Luftqualität, Verkehrsaufkommen oder Lärmbelastung dann in eine große Online-Karte ein.

Das "Animal Tracker"-Projekt der Vogelwarte Radolfzell wurde jüngst sogar preisgekrönt: Via Smartphone-App können Spaziergänger dabei mit Sendern ausgestattete Zugvögel orten und ihre Beobachtungen zum Zustand der Tiere ins Wissensnetz laden.

(dpa)
 
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