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Sorge auf Neufundland
60-Tonnen-Blauwal könnte explodieren

Fotos: Ein Dorf in Kanada hat Angst vor dem Knall
Fotos: Ein Dorf in Kanada hat Angst vor dem Knall FOTO: ap
Trout River . Ein 60 Tonnen schwerer toter Blauwal versetzt eine kanadische Kleinstadt auf der Insel Neufundland in Angst und Schrecken: Die Einwohner seien besorgt, dass das durch die Verwesung entstehende Methangas den gestrandeten Kadaver explodieren lassen könnte.

Das sagte die Stadtschreiberin von Trout River, Emily Butler. Der 26 Meter lange Wal sei in der Nähe einer Strandpromenade liegengeblieben und stinke bestialisch. Der Gestank breite sich in dem 600 Einwohner zählenden Ort aus.

Sie bat die Behörden um Hilfe. Niemand sei für die Beseitigung von Kadavern dieser Größe ausgebildet.

Jack Lawson, Wissenschaftler in Kanadas Fischereiministeriums, schätzte jedoch das Risiko einer Explosion als sehr klein ein. Es sei wahrscheinlicher, dass die Gase wie aus einem alten Ballon entweichen würden, weil der Kopf des Wals abgebrochen sei. Gestrandete Wale könnten entweder mit schwerem Gerät vergraben oder müssten mit Schiffen zu einer Deponie transportiert werden.

Beamte der Provinz sagten am Mittwoch, sie würden mit bundesstaatlichen Agenturen daran arbeiten, kleinen Städten an Neufundlands Westküste beim Bergen von verrottenden Wahl-Kadavern zu helfen - so auch in diesem Fall. Der Wal ist einer von dreien, die an der Westküste der Insel gestrandet sind.

(ap)
 
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