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Klima-Risiko-Index
Philippinen und Kambodscha: Leben mit den Wetter-Extremen

Das ist das Camp von I.S.A.R. auf den Philippinen
Das ist das Camp von I.S.A.R. auf den Philippinen FOTO: I.S.A.R. Germany
Lima. Die Philippinen, Kambodscha und Indien sind im vergangenen Jahr am schwersten von Wetterextremen heimgesucht worden. Ob Taifune oder Überschwemmungen: die beiden Länder werden von allen Staaten am härtesten getroffen.

Das geht aus dem am Dienstag am Rande der UN-Klimakonferenz in Lima vorgestellten Klima-Risiko-Index der Organisation Germanwatch hervor. Die Philippinen standen an erster Stelle wegen des Taifuns "Haiyan", der enorme Schäden verursachte. Kambodscha war im August 2013 am schlimmsten von schweren Überschwemmungen betroffen. In Indien verloren vergangenes Jahr 7437 Menschen durch Wetterextreme ihr Leben.

I.S.A.R. baut Schule auf den Philippinen FOTO: ISAR Germany

Zwar sei nicht klar, welchen Einfluss der Klimawandel auf die Naturkatastrophen hatte, schreiben die Germanwatch-Experten. Gleichwohl werde die "Verwundbarkeit" der Staaten deutlich. Der Index sei daher ein "Warnsignal", damit die betroffenen Länder besser für noch stärkere Extremereignisse gewappnet werden könnten.

In den zurückliegenden 20 Jahren waren Honduras, Myanmar und Haiti die am härtesten getroffenen Länder. Neun der zehn besonders gefährdeten Staaten sind Entwicklungsländer. Durch steigende Temperaturen würden die Risiken weiter steigen. "Diese Risiken sind ungleich verteilt - ein Trend der sich voraussichtlich weiter fortsetzen wird", konstatieren die Klimaexperten von Germanwatch.

Die Organisation erstellt ihren jährlichen Klima-Risiko-Index mit Daten des Rückversicherers Münchener Rück und des Internationalen Währungsfonds (IWF). Im peruanischen Lima beraten Vertreter von mehr als 190 Staaten seit Montag über ein umfassendes Klimaschutzabkommen, das in einem Jahr in Paris verabschiedet werden soll. Darüber hinaus seien Entscheidungen notwendig, damit die Länder mit klimabedingten Verlusten und Schäden unterstützt würden, hieß es in dem Germanwatch-Bericht.

Dass Klima- und Naturphänomene in anderen Regionen der Welt durchaus Auswirkungen auf das Wetter in Europa haben, zeigt eine Studie aus der Schweiz. Die Forscher haben herausgefunden, dass etwa tropische Vulkanausbrüche den Sommer in Europa vermiesen können.

(AFP)
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