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Everglades in Florida
Python frisst kompletten Hirsch und bekommt Verdauungsprobleme

Python frisst kompletten Hirsch und bekommt Verdauungsprobleme
Eine Tiger-Python. (Archiv) FOTO: Joe Raedle/Getty Images/AFP
Düsseldorf. In Florida wurde eine Python-Schlange entdeckt, die sich ein komplettes Reh einverleibt hatte. Der Happen wog mehr als die Schlange selbst. Die Folge: Verdauungsprobleme.

Gefunden wurde die hungrige Riesenschlange von Mitarbeitern der Umweltschutzorganisation Conservancy of Southwest Florida bereits im April 2015, jetzt wurde der Fall im Magazin "Herpetological Review" beschrieben.

Demnach entdeckten Biologen der Organisation den Tigerpython in einem Park. Er lag dort bewegungslos mit einem stark aufgedunsenen Bauch. Nachdem die Schlange gefangen und aus dem Gehölz herausgetragen worden war, begann sie ihre Beute wieder herauszuwürgen. Es handelte sich um einen jungen Weißwedelhirsch.

The Conservancy of Southwest Florida documented a Burmese python eating a white-tailed deer that weighed more than the python itself. This is believed to be the largest predator/prey ratio ever documented for the Burmese python, and possibly for any species of python. The findings will be published in the March 2018 issue of Herpetological Review. Watch as Conservancy Biologist Ian Bartoszek gives a press event to local media outlets about the find.

Gepostet von Conservancy of Southwest Florida am Donnerstag, 1. März 2018

Erstaunt waren die Biologen, als sie beide Tiere auf eine Waage legten: Der Python wog 14,29 Kilogramm, der verschlungene Hirsch jedoch 15,88 Kilogramm. Noch nie zuvor war bei dieser Schlangenart eine Beute entdeckt worden, die mehr wog als der Jäger selbst.

Pythons kommen eigentlich nur in  Afrika, Süd- und Südostasien sowie in Australien vor, die hier gefundene Tigerpython in Pakistan, Indien, Sri Lanka und Nepal. Seit einigen Jahren verbreiten sie sich aufgrund illegaler Aussetzungen auch stark in Florida. Laut mehrerer Studien soll der Tigerpython in den östlichen Everglades in Florida massiv am Rückgang kleiner Säugetierarten schuld sein. Besonders bedroht ist der Weißwedelhirsch und deshalb auch der in den Everglades lebende Puma, für den die Hirsche ein wichtiges Beutetier sind.

Was Pythons so alles fressen FOTO: afp, SK/AMO

Die Mitarbeiter der Organisation haben mittlerweile 20 männliche Pythons mit Sendern bestückt, die sie zu brütenden, weiblichen Tieren führen sollen. Die Weibchen würden dann getötet und die Eier beseitigt.

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Berichten zufolge wurde auch der gefundene Python getötet, zu Forschungszwecken, wie es hieß. Die etwas unappetitlichen Bilder der Schlange mit ihrer Beute finden Sie hier.

(csr)
 
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