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"Menschen unterschätzen Pflanzen"
Neurobiologe: Pflanzen sollten Rechte haben

Der gefährlichste Garten der Welt
Der gefährlichste Garten der Welt FOTO: AlnwickGarden
Frankfurt. Nach Menschen und Tieren sollen nun auch Pflanzen Rechte zugesprochen werden. Zumindets wenn es nach den Ideen des Neurobiologen Stefano Mancuso geht. Der hat sich für die Festschreibung der Rechte von Pflanzen ausgesprochen.

Die Menschen könnten sich zwar von Pflanzen ernähren, aber nicht mit ihnen machen, was sie wollten. Das sagte der Florentiner Professor der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Pflanzenrechte sollten etwa die Abholzung der Wälder verhindern und den Lebensraum von Pflanzen garantieren.

Bislang unterschätzten die Menschen Pflanzen eher, so Mancuso, der als internationaler Spezialist für die Intelligenz von Pflanzen gilt. "In Tieren erkennen wir alles, was uns ähnlich ist", sagte er. "Die Pflanzen haben sich dagegen auf einem völlig anderen Gleis entwickelt." Sie seien den Menschen jedoch auch ähnlich, beispielsweise würden sie Verwandte in ihrer Umgebung erkennen, mit denen sie dann zusammenarbeiteten. Auch sorgten sie etwa im Wald für ihre Kinder.

Zudem könnten die Menschen vom netzartigen Aufbau von Pflanzen lernen, so der Forscher. "Alle unsere Netze zur Datenübermittlung, das Internet oder das Mobilfunknetz zeigen ja, wie verwoben unsere heutige Welt ist." Die Energieeffizienz von Pflanzen sei bereits zum Vorbild geworden, wenn etwa Hochhäuser selbsttätig die Fenster und Rollläden öffnen und schließen. Den Menschen könnten weitere "große Vorteile daraus entstehen", die Netze der Pflanzen zu studieren.

(KNA)
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