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Zahl der Tierversuche gestiegen
2.854.586 Tiere wurden 2016 für Forschungszwecke benutzt

Streit um Affenversuche in Tübingen
Streit um Affenversuche in Tübingen FOTO: dpa, mut bwe htf
Münster. In Deutschland ist die Zahl der Tiere, die zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet wurden, 2016 leicht gestiegen. Wie das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) jetzt bekanntgab, stieg die Zahl um 1,9 Prozent auf 2.854.586 Tiere.

Im Jahr 2015 waren es 2.799.961 Tiere. Darauf weist die Initiative Tierversuche verstehen hin. Der Anstieg geht auf den vermehrten Einsatz von Zebrafischen zurück. In diese Zählung eingeschlossen sind 2.189.261 Tiere, die in Tierversuchen verwendet wurden, und 665.325 Tiere, die ohne Versuchseingriffe für wissenschaftliche Zwecke getötet wurden, also zum Beispiel zur Gewinnung von Zellen für Zellkulturen genutzt wurden.

Der Anteil aller Tierversuche, die der Grundlagenforschung zugerechnet werden, betrug 1.175.664. Mäuse, Ratten und Fische sind mit einem Anteil von 92 Prozent weiterhin die mit Abstand am häufigsten eingesetzten Versuchstiere. Mit einer Gesamtzahl von 2462 ist die Verwendung nicht-humaner Primaten (Affen und Halbaffen) 2016 im Vergleich zum Vorjahr (3141) um fast ein Viertel gesunken, so das BMEL. Weiter rückläufig ist auch der Anteil von Hunden und Katzen, während sich die Zahl der Fische von ca. 202.000 in 2015 auf ca. 311.000 deutlich erhöht hat.

(felt)
 
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