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Fragen und Antworten
Wenn ein Mensch vom Blitz getroffen wird

Wenn ein Mensch vom Blitz getroffen wird - Fragen und Antworten
Ein Blitz entlädt sich am Nachthimmel. FOTO: dpa, kjh hjb
Aachen. Die Wahrscheinlichkeit, von einem Blitz getroffen zu werden, ist enorm gering. Doch was passiert, wenn sich ein Blitzschlag in den menschlichen Körper entlädt? Und wie gefährlich ist das?

Dunkle Wolken über Aachen, Donnergrollen. Eine Frau ist mit dem Rad im Wald unterwegs, als der Blitz einschlägt. Die 73-Jährige kommt ums Leben. Die Ladung des Blitzes ist so gewaltig, dass die Kette ihres Fahrrads schmilzt. Die Frau ist eines der ersten Opfer durch einen Blitzschlag in diesem Jahr. Hier gibt es die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wie häufig werden Menschen von einem Blitz getroffen?

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist die Wahrscheinlichkeit, in Deutschland von einem Blitz getroffen zu werden, sehr gering. Jährlich werden demnach im Durchschnitt rund 130 Menschen verletzt, drei bis vier kommen durch Blitzeinschläge ums Leben. Nicht alle davon werden direkt getroffen. Aber auch wenn der Blitz in die Erde einschlägt, kann es gefährlich werden. Der Strom breitet sich dann bis zu 30 Meter um die Einschlagsstelle herum im Boden aus.

Was genau passiert bei einem Blitzeinschlag im Körper?

Wird man direkt getroffen, steigt die Spannung im Körper auf mehrere 100.000 Volt an. Mögliche Folgen: Herz- oder Atemstillstand. Laut DWD überleben aber rund zwei von drei Menschen, die von einem Blitz getroffen wurden. Sie haben dann jedoch jahrelang mit Spätfolgen zu kämpfen. Es kann zu Muskel- und Nervenlähmungen kommen, zu Bewusstseinsstörungen, Bluthochdruck und Persönlichkeitsveränderungen.

Wie entstehen Gewitter und Blitze?

Wenn unterschiedlich warme Luftmassen aufeinandertreffen oder es in der Atmosphäre zwischen oben und unten besonders große Temperaturunterschiede gibt, gewittert es. Je heißer es am Boden ist, desto heftiger ist das Gewitter in der Regel. Die feuchtwarme Luft steigt nach oben, kondensiert und bildet eine Gewitterwolke. In der Wolke baut sich ein immer größer werdendes elektrisches Spannungsfeld auf, das sich durch eine Art Kurzschluss - einen Blitz - wieder entlädt. Häufig entstehen Gewitter innerhalb weniger Minuten und sind örtlich begrenzt.

Wie häufig gewittert es?

Rund 2000 Gewitter pro Stunde gibt es laut DWD auf dem gesamten Planeten, die meisten davon in den Tropen. Bei jedem Gewitter blitzt es etwa 100 Mal pro Sekunde. Die meisten Blitze entladen sich aber zwischen den Wolken und schlagen nicht in Richtung Erde. In Deutschland blitzt es mehr als zwei Millionen Mal pro Jahr.

Hier lesen Sie, wie Sie sich vor Blitzen schützen können.

(lsa/lnw)
 
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