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Düsseldorf
Mattengeflecht hilft gegen Maulwürfe

Düsseldorf. Schädlingsbekämpfung ist ein weites Feld, wie die zahlreichen Leserzuschriften auf unseren Aufruf zeigen. Weitere Antworten und Tipps von Pflanzenschutzexperte Andreas Vietmeier vom Pflanzenschutzdienst Münster: Maulwürfe Die Tiere haben beispielsweise in den Gärten von Friedrich W. Möller aus Ratingen und H. Rabbel aus Haan große Schäden angerichtet. "Ich bin der Verzweiflung nahe", schreibt Möller. Maulwürfe stehen unter Artenschutz. Von Jörg Isringhaus

"Man darf sie nur vertreiben", sagt Vietmeier. Eher ungeeignet dafür seien Störgeräusche, die, wenn überhaupt, nur kurzzeitig helfen. Wer bereit ist, mehr Geld auszugeben, könne einen Zaun tief in die Erde einbuddeln beziehungsweise ein Mattengeflecht unter den Rasen legen. "Eine Patentlösung gibt es leider nicht", sagt Vietmeier. Frostspannerraupe Die Eier des Schmetterlings überwintern an den den Trieben der befallenen Bäume - darunter Eichen, Buchen, aber auch viele Obstbäume.

Als wirksames Gegenmittel eignen sich laut Pflanzenschutzexperte Leimringe, die am besten Anfang Oktober, vor dem ersten Frost, angebracht werden - für Anita Kurtz aus Mönchengladbach, deren Obstbäume betroffen sind, kommt diese Methode jedoch nicht in Frage. Andreas Vietmeier rät jedoch davon ab, in den Bäumen ein Pflanzenschutzmittel zu verspritzen. Spinnmilbe Oft wird Oleander von Spinnmilben befallen. Alfred Rohde schildert, dass es ihm nicht gelingt, die Pflanzen von den Schädlingen zu befreien.

Ein Behandlungsweg ist laut Experte der Rückschnitt der Pflanze. Diese würde dann zwar im nächsten Jahr nicht blühen, dafür hat sich das Problem wahrscheinlich erledigt. Ein weitere Möglichkeit, gegen die Spinnmilbe vorzugehen, sind Nützlinge, beispielsweise die Raubmilbe. Je nach klimatischen Bedingungen kann man auf verschiedene Arten zurückgreifen. "Hundertprozentige Schädlingsfreiheit ist aber selten zu erreichen", sagt Vietmeier. "Als Gärtner sollte man lernen, einen bestimmten Befall zu tolerieren.

" Sitka Fichtenlaus Dieser Schädling tritt vor allem im Frühjahr und Herbst auf, im Sommer ist es ihm zu warm. Waren die Winter eher mild, wie zum Beispiel der vergangene, überleben auch erwachsene Läuse, und der Befall im Frühjahr ist besonders stark. Das beschreibt auch Roland A. Weinkopf aus Köln, dessen Tannen von der Fichtenlaus betroffen sind. Als Gegenmittel eignen sich laut Vietmeier etwa Schädlingsfrei Neem oder Neudosan, auch Calypso von Bayer lässt sich verwenden.

Letzteres muss verspritzt werden. Apfelwickler Brigitte und Gerd Engler haben in der Vergangenheit rund 70 Prozent der Apfelernte durch den Apfelwickler verloren. Abhilfe schaffte ein Pflanzenschutzmittel, das jedoch für den privaten Einsatz nicht mehr erhältlich ist. Mit Pheromon-Fallen könne man einen Teil der männlichen Falter abfangen, sagt Vietmeier. Wellpappegürtel seien dagegen eher wirkungslos. Ebenfalls hilfreich sei es, ein Nest mit Schlupfwespen im Baum aufzuhängen.

Generell verlange die Bekämpfung des Apfelwicklers, dass man sich intensiv in die Materie einarbeite.

Quelle: RP
 
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