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Hamburg
Mehr Forschung an Stechmücken in Deutschland

Hamburg. Angesichts der Ausbreitung von Dengue-, West-Nil- und Zika-Viren wollen Forscher das von Mücken in Deutschland ausgehende Risiko genauer bestimmen. Das neue Projekt "CuliFo"am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg will die Bundesregierung mit Millionen-Zuschüssen unterstützen. Bereits seit 2015 gibt es am Greifswalder Friedrich-Loeffler-Institut das Projekt "CuliMo", bei dem Stechmücken an 450 Stellen in ganz Deutschland eingefangen werden. Das neue Vorhaben ergänzt dieses Projekt.

Die Forscher wollen die Fähigkeiten der Insekten nun genau untersuchen und eine Risikokarte für Deutschland erstellen. Die Stechmückenforschung sei über Jahrzehnte vernachlässigt worden, sagte Doreen Walther vom Leibniz-Zentrum. Nach dem Zweiten Weltkrieg sei Deutschland für malariafrei erklärt worden, damit hatte sich die flächendeckende Forschung erledigt. Infolge von Klimaveränderung und Globalisierung gebe es jetzt eine Gefahr, die gar nicht so abstrakt sei, sagte Norbert Becker von der Gesellschaft zur Förderung der Stechmückenforschung.

(dpa)
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