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Erstmals ausgestellt
Relativitätstheorie im handschriftlichen Original

Jerusalem (RPO). Das Originalmanuskript von Einsteins Relativitätstheorie kann erstmals vollständig in einer Ausstellung in Jerusalem studiert werden. Die Israelische Akademie der Wissenschaften präsentierte die 46 handgeschriebenen Seiten am Sonntag als Teil ihrer Feiern zum 50-jährigen Bestehen.

"Wir wollten etwas Einzigartiges von globaler Bedeutung", sagte Akademiepräsident Menahem Yaari. Albert Einstein war einer der Gründer der Hebräischen Universität in Jerusalem und vermachte ihr das Manuskript für seine Allgemeine Relativitätstheorie im Jahr 1925, vier Jahre nach der Verleihung des Physik-Nobelpreises. Nach dem Tod Einsteins im Jahr 1955 erhielt die Hochschule auch den Nachlass des Wissenschaftlers. Die Akademie erhielt das Dokument jetzt als Leihgabe.

Bisher wurden nur einzelne Seiten des Manuskripts der Allgemeinen Relativitätstheorie in Ausstellungen gezeigt. "Ich bezeichne es als die Magna Charta der Physik", sagte der Leiter des akademischen Komitees für das Einstein-Archiv in Jerusalem, Hanoch Gutfreund. "Es ist das bedeutsamste Manuskript des gesamten Archivs."

Die 1916 veröffentlichte Darstellung zur Allgemeinen Relativitätstheorie ist bis heute eine zentrale Grundlage der modernen Physik. Darin legte Einstein dar, wie die Schwerkraft Raum und Zeit beeinflusst und warum das Universum seit dem Urknall dabei ist, sich immer mehr auszudehnen. Die Ausstellung mit dem Manuskript ist bis 25. März geöffnet, also auch an Einsteins 131. Geburtstag am 14. März.

(apd/sdr)
 
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