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Außeneinsatz im All
Astronauten entdecken Ammoniak-Leck an ISS

So wird im All gearbeitet: Außeneinsatz an der ISS
So wird im All gearbeitet: Außeneinsatz an der ISS FOTO: ap
Moskau. Zwei US-Astronauten haben bei mehrstündigen Außenarbeiten an der Internationalen Raumstation ISS unter anderem ein Kühlsystem repariert. Dabei haben Scott Kelly und Kjell Lindgren ein Leck entdeckt, aus dem flüssiges Ammoniak austrat. Dieses sei aber ungefährlich gewesen, hieß es.

Der Vorfall verzögerte die für sechseinhalb Stunden geplante Mission auf insgesamt 7 Stunden und 48 Minuten, weil Kelly und Lindgren zunächst sicherstellen mussten, dass sie auf ihren Raumanzügen kein giftiges Ammoniak mit zurück in die ISS bringen. Das teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Freitag mit. Vorfälle mit Ammoniak gelten als eine der größten Gefahren für die Besatzung der ISS. Zudem verloren die beiden Astronauten Zeit, als sie einen leichten Oberflächenschaden an Kellys rechtem Handschuh prüften.

"Die wichtigsten Aufgaben wurden erfüllt", kommentierte ein Nasa-Sprecher bei der Übertragung des Einsatzes im Internet. Kleinere Aufgaben wurden auf einen späteren Termin verschoben. An Bord der ISS unterstützten der Russe Sergej Wolkow und der Japaner Kimiya Yui die Astronauten.

Fotos: Raumfrachter "Dragon" explodiert auf dem Weg zu ISS FOTO: afp, kb

Es war der zweite Außeneinsatz der beiden Amerikaner innerhalb von neun Tagen. Am 28. Oktober hatten die beiden zum ersten Mal in ihrer Karriere im freien Weltall gearbeitet. Nach Nasa-Angaben war es der 190. Außeneinsatz seit dem Beginn der ISS-Mission 1998. Auf dem Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde forschen derzeit insgesamt drei Russen, zwei Amerikaner und ein Japaner.

(lsa/dpa)
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