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Internationale Raumstation
Drei Raumfahrer von der ISS kehren zurück zur Erde

ISS: Raumfahrer Oleg Kononenko, Kjell Lindgren und Kimiya Yui zurückgekehrt
In dieser Soyuz-Kapsel landeten die ISS-Astronauten im verschneiten Kasachstan. FOTO: dpa
Moskau. Nach 141 Tagen im Kosmos werden drei Raumfahrer bei der Landung in Kasachstan von Schnee und Minustemperaturen begrüßt. Schon in wenigen Tagen soll der erste Brite zur Raumstation ISS starten.

Nach fast fünf Monaten im All sind drei Astronauten der Internationalen Raumstation ISS wohlbehalten zur Erde zurückgekehrt. Bei frostigen Temperaturen landete die Kapsel mit dem Russen Oleg Kononenko, dem US-Amerikaner Kjell Lindgren und dem Japaner Kimiya Yui am Freitag in der Ex-Sowjetrepublik Kasachstan.

Die Männer arbeiteten seit Ende Juli rund 400 Kilometer über der Erde. Eigentlich sollte ihre Mission erst am 22. Dezember enden. Nach dem Absturz eines Raumfrachters im April wurde der Terminplan aber geändert. Auf der ISS leisten nun ein US-Amerikaner und zwei Russen Dienst. Am 15. Dezember startet eine dreiköpfige Verstärkung ins All.

So wird im All gearbeitet: Außeneinsatz an der ISS FOTO: ap

"Die Besatzung fühlt sich gut", sagte ein Sprecher der Flugleitzentrale bei Moskau nach der Landung um 14.18 Uhr MEZ - sechs Minuten später als geplant. Bilder zeigten, wie die Sojus-Kapsel etwa 120 Kilometer nordöstlich der Stadt Scheskasgan an einem Fallschirm in der verschneiten Steppe in Zentralasien aufsetzte. Rettungskräfte halfen den Männern aus dem knapp drei Tonnen schweren Transporter und flogen sie direkt per Hubschrauber nach Scheskasgan. Wegen des Winterwetters wurden am Landeort diesmal keine Zelte aufgestellt.

Auf der ISS arbeiten nun noch der US-Amerikaner Scott Kelly sowie die Russen Sergej Wolkow und Michail Kornijenko. Kelly kommentierte die Rückkehr der Kollegen zur Erde mit den Worten: "Sie kamen wie junge Vögel, die kaum fliegen können, im Weltraum an und segeln nun heim als Adler." Kornijenko und Kelly sollen ein ganzes Jahr im Kosmos bleiben und dabei Erkenntnisse sammeln für einen in Zukunft geplanten Flug zum Mars, der länger als ein Jahr dauern würde.

Alexander Gerst von der ISS zurückgekehrt FOTO: dpa

Mit dem für Dienstag vorgesehenen Start von Juri Malentschenko (Russland), Timothy Kopra (USA) und Tim Peake (Großbritannien) vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan wird die Crew wieder ihre Soll-Stärke erreichen. Russland ist nach dem Aus für die US-Space-Shuttles das einzige Land, das bemannte Flüge zur Raumstation organisiert.

(lsa/dpa)
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