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Sonnenfinsternis hält Welt in Atem

Die Sonnenfinsternis am 1. August 2008
Die Sonnenfinsternis am 1. August 2008 FOTO: Getty Images
Offenbach. In Teilen Deutschlands haben Himmelsgucker eine partielle Sonnenfinsternis beobachten können. Vor allem im Osten der Republik war das Schauspiel bei meist wolkenlosem Himmel gut zu verfolgen. Rund um die Welt fanden sich Schaulustige, die das Naturschauspiel bestaunten.

In Deutschland war die partielle Sonnenfinsternis neben dem Osten Deutschlans auch in Schleswig-Holstein, Ost-Bayern und westlich des Rheins gestatteten Wolkenlücken zu sehen. In der Mitte Deutschlands sowie im Süden und Südwesten versperrten dagegen die Wolken einer durchziehenden Kaltfront meist die Sicht auf die Finsternis.

Eine völlige Verdunkelung der Sonne haben nur die Menschen entlang eines maximal 270 Kilometer breiten Streifens im Norden Kanadas, in Teilen Grönlands, im nördlichen Eismeer, in Teilen Russlands, Kasachstans, der Mongolei und Chinas erlebt. Dort wurde für zwei bis zweieinhalb Minuten der Tag zur Nacht bei einer totalen Finsternis.

Und das funktioniert nur, weil Mond und Sonne nahezu gleich groß erscheinen – obwohl die Sonne etwa 400 mal größer ist. Dafür ist unser Zentralgestirn auch etwa 400 mal weiter entfernt.

In unseren Breiten dagegen konnten wir nur sehen, wie die Sonnenscheibe am Himmel teilweise vom Mond verschluckt wurde. Während beispielsweise in Stralsund noch 24 Prozent der Sonnenscheibe verdeckt wurden, waren es in Hamburg 20, in Berlin 19 und in Stuttgart sowie München nur acht Prozent.

In Düsseldorf hat der Mond maximal 12,7 Prozent der Sonne überlagert.

Um das Phänomen zu beobachten, müssen Schutzbrillen getragen werden, da der direkte Blick in die Sonne zu Blindheit führen kann. Sonnenbrillen eignen sich nicht. Wie zur "SoFi" 1999 gibt es bei Optikern günstige Schutzbrillen mit Spezialfiltern. Diese Brillen eignen sich aber nicht als Vorsatz für Feldstecher oder Teleskope.

Der nächste Termin für eine Totale Sonnenfinsternis ist im Jahr 2081.

(afp)
 
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