Wegen falscher Vermögensangaben im "Rosenkrieg": Wussow zu 1.800 Euro Geldstrafe verurteilt
zuletzt aktualisiert: 19.05.2003 - 16:47Hamburg (rpo). Neue Runde im "Rosenkrieg": Schauspieler Klausjürgen Wussow ist im Streit um Unterhalt für seine Ex-Frau Yvonne und den gemeinsamen Sohn am Montag zu einer Geldstrafe von 1.800 Euro verurteilt worden.
Das Hamburger Amtsgericht hat den Schauspieler Klausjürgen Wussow (74) am Montag wegen falscher Angaben über sein Einkommen zu 1800 Euro Geldstrafe verurteilt. Hintergrund ist der jahrelange Streit mit seiner Ex-Frau Yvonne über den Unterhalt für den gemeinsamen inzwischen zehn Jahre alten Sohn Benjamin. Wussow hatte im September 2000 einen Gerichtsvollzieher falsch über sein Vermögen unterrichtet.
Der aus Serien wie "Schwarzwaldklinik" und "Klinik unter Palmen" bekannte Schauspieler hatte im Prozess eingeräumt, damals fälschlicherweise nur ein unregelmäßiges Einkommen angegeben zu haben. Dabei habe er laut Anklage einmalig rund 14 000 Mark (rund 7150 Euro) aus Fernsehrechten bekommen und sei damals in der Lage gewesen, 10 500 Mark Unterhalt zu zahlen.
Er habe sich bei den Auskünften auf falsche Leute verlassen, meinte er vor Gericht. "Ich habe ihnen vertraut, ich war ein Vollidiot", sagte der 74-Jährige. Außerdem habe ihn Yvonne Wussow, von der er seit Februar geschieden ist, mittellos zurückgelassen. "Meine Ex-Frau hatte alle Vollmachten und die hat mich ganz schön abgeräumt", sagte der Schauspieler.
"Sie können nicht alles bei ihrer Frau und falschen Beratern abladen", sagte der Richter. Inzwischen hat Wussow in Berlin private Insolvenz angemeldet. Er zahle für seinen Sohn Benjamin 250 Euro Unterhalt und lebe abzüglich der Krankenversicherungskosten von 900 Euro im Monat, gab er an. Der 74-Jährige wohnt in Berlin zusammen mit Sabine Scholz, der Witwe von Box-Legende Gustav "Bubi" Scholz.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.







