Musiker im Interview mit "Allegra": Xavier Naidoo hat ständig Autobahn-Ärger
zuletzt aktualisiert: 08.07.2002 - 09:51Hamburg (rpo). Der Sohn Mannheims hat ein Problem: Er ärgert sich über das Verhalten auf Autobahnen findet die Fahrer "verbissen". Im Interview mit der Zeitschrift "Allegra" verkündete Xavier Naidoo auch noch, was er von den Bundestagswahlen hält.
Am meisten ärgere ihn an Deutschland, so Xavier Naidoo, "dass die Leute auf der Autobahn nicht das rausholen, was möglich wäre. Was mir da fehlt, ist dieses ,Wir gehören zusammen, wir sitzen im gleichen Boot! Und wenn jemand es hinter mir eilig hat, dann fahre ich schnell zur Seite, dann soll er seinen Termin machen.' Es ärgert mich extrem, dass so viele verbissene, verbohrte, alte Leute so verbittert durch die Gegend fahren."
Xavier Naidoo gesteht aber auch ein: "Ich finde, ich lebe hier in Deutschland besser als überall sonst. Ich sage auch, wenn ich im Ausland bin, wie geil Deutschland ist. Ich habe in Amerika keine Woche erlebt, in der nicht riesige Dokumentationen über den Zweiten Weltkrieg gelaufen sind. (...) Wenn es aber soweit kommt, dass schwarze Amerikaner, die hören, dass ich aus Deutschland komme, mich fragen, ob Schwarze da überhaupt leben können, dann finde ich das hart."
Auch zur bevorstehenden Bundestagswahl äußerte sich der 31-Jährige: "Ich muss sagen, dass ich von keinem Kandidaten überzeugt bin. Ich weiß nicht, wer das kleinere Übel ist. Ich habe mich auch an den letzten Wahlen nicht beteiligt. (...) Ich habe mir abgewöhnt, Leute an die Macht zu bringen, denen ich nicht traue. (...) In meinem kleinen Kosmos, der Mannheim heißt, tue ich alles, was ich kann, auch politisch und wirtschaftlich. (...) Ich traue keinem von diesem Männern und Frauen zu, diesen Spagat zu schaffen zwischen Wirtschaft und Volk."
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