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152 Menschen werden noch vermisst: Zahl der Taifun-Opfer in Taiwan steigt auf 61

zuletzt aktualisiert: 31.07.2001 - 16:37

Taipeh (rpo). Die Zahl der Todesopfer des Taifuns "Toraji" ist in Taiwan auf 61 gestiegen. Weitere 152 Menschen würden noch vermisst, teilten die Behörden am Dienstag mit. Der Tropensturm hatte zehn Stunden die Bevölkerung in Atem gehalten.

Während dessen wird unter Erdmassen und in eingestürzten Häusern nach weiteren Opfern gesucht, berichtete die Zentrale Nachrichtenagentur (CNA) Taiwans. Abgeschwächt erreichte "Toraji" als tropischer Sturm die südchinesische Küste in der Provinz Fujian, wo aber nur von leichten Schäden berichtet wurde, Todesopfer gab es dort nicht.

Unabhängig davon kamen in China bei zwei Erdrutschen und Unwettern mindestens 30 Menschen ums Leben. Ein Erdrutsch ließ einen Bus mit 20 Passagieren in Zhenyuan in der Südprovinz Yunnan in einen Fluss stürzen. Vier Leichen seien geborgen worden, doch gebe es kaum Hoffnung, 12 Vermisste noch lebend zu finden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

In einem Steinbruch in Taqian in der ostchinesischen Provinz Jiangxi kamen ferner mindestens 10 Arbeiter ums Leben. Örtliche Behörden rechneten damit, dass die Zahl der Opfer noch steigt, während die Bergungsarbeiten andauerten. Unwetter in der Provinz Liaoning forderten zudem vier Menschenleben, berichteten Zeitungen.

"Toraji" war auf Taiwan der achte und schlimmste Taifun dieses Jahres. Vor allem die Gegend von Hualien an der Ostküste und der angrenzende Kreis Nantou wurden am Montag heimgesucht. Präsident Chen Shui-Bian besuchte mit Ministerpräsident Chang Chun-Hsiung das Katastrophengebiet. Polizei und Armee wurden mobilisiert, um etwa 1000 Menschen zu befreien, die in den Bergen oder durch Überschwemmungen von der Außenwelt abgeschnitten waren.

Der Taifun, der nach einer koreanischen Blume benannt wurde, verursachte auf Taiwan landwirtschaftliche Schäden in Höhe von 1,46 Milliarden Taiwan-Dollar (95 Millionen Mark/49 Millionen Euro).

Quelle: RPO Archiv

 
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