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Amsterdam
"Zwarte Piet" bleibt in den meisten Städten schwarz

Amsterdam. In den meisten Städten der Niederlande bleibt der Gehilfe des "Sinterklaas" (Nikolaus) schwarz oder braun. In 186 von 223 Städten und Gemeinden werde der "Zwarte Piet" seinem Namen entsprechend auftreten, berichtete die niederländische Rundfunkanstalt NOS. In den vergangenen Wochen war das Thema landesweit diskutiert worden.

Andere Gemeinden hätten kreative andere Lösungen gefunden. So würden die Gesichter der Helfer des "Sinterklaas" in Heemstede etwa mit den Farben der Gemeinde, Gelb und Rot, geschminkt. In Amsterdam werden die "Pieten" dem Bericht zufolge mit Rußflecken im Gesicht auftreten; in der Stadt Gouda mit dem Muster der "Stroopwafel" (Sirupwaffel). 26 Orte hätten noch nicht entschieden, wie der "Zwarte Piet" bei ihnen aussehen solle. In diesem Jahr kommt der "Sinterklaas" an diesem Samstag in der Stadt Maassluis im Norden des Landes an und zieht in andere Städte.

Die Bürgerbeauftragte für Kinder hatte im September dazu aufgerufen, die Tradition des "Zwarten Piet" anzupassen, da sie zu Ausgrenzung und Diskriminierung führe. Kritiker bemängeln, der Brauch erinnere an die Sklavenausbeutung in den niederländischen Karibik-Kolonien. 2015 forderte ein UN-Gremium, den "Zwarten Piet" abzuschaffen.

(kna)
 
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