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Düsseldorf
14 Jahre Haft für Attentat auf Henriette Reker

Düsseldorf. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat den 45-jährigen Frank S., der im Herbst die damalige Kölner Oberbürgermeister-Kandidatin Henriette Reker mit einem Messer niedergestochen und lebensgefährlich verletzt hatte, wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu einer Gesamtstrafe von 14 Jahren verurteilt. Die Bundesanwaltschaft hatte dagegen eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert. Die Vorsitzende Richterin Barbara Havliza erklärte, bei der Höhe des Strafmaßes habe das Gericht auch die Persönlichkeitsstörung berücksichtigt, die bereits in der frühen Kindheit von S. angelegt worden sei. Allerdings mindere dies nicht dessen Schuldfähigkeit. Der arbeitslose Frank S. hatte im Oktober vergangenen Jahres der parteilosen Henriette Reker, die inzwischen Oberbürgermeisterin von Köln ist, mit einem "Rambo-Messer" in den Hals gestochen. Es sei ein Glücksfall, dass Reker überlebt habe, betonte die Richterin. Der Attentäter, der in Düsseldorf geboren wurde, will das Urteil nicht hinnehmen. Noch im Gerichtssaal kündigte er Revision an.

(hüw)
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