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Athen
25 Flüchtlinge sterben bei Bootsunglück in der Ägäis

Athen. Die Politik ringt um eine Verminderung der Flüchtlingszahlen. Die Menschen aber drängen mit dem Todesmut der Verzweiflung weiter Richtung Europa. Auch beinahe tägliche Tragödien schrecken sie nicht ab. Gestern ertranken erneut mindestens 25 Flüchtlinge, als ihr Boot kurz vor der griechischen Insel Samos kenterte. Unter den Opfern sind auch zehn Kinder. Zehn Menschen wurden bis zum Abend aus den Fluten gerettet. Die Geretteten machten aber unterschiedliche Angaben über die Zahl der Menschen, die an Bord des Bootes waren. An der Suche beteiligten sich Boote der Grenzagentur Frontex, Fischer aus Samos, ein Hubschrauber sowie die griechische und die türkische Küstenwache.

In den ersten 24 Tagen des Jahres sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mehr als 44.000 Migranten aus der Türkei nach Griechenland gekommen, viele von ihnen über den gefährlichen Seeweg. Die Bundespolizei unterstützt deshalb künftig mit zwei Schiffen die griechische Küstenwache bei der Grenzüberwachung und der Rettung von Flüchtlingen in der Ägäis.

Unterdessen wurde im Norden Griechenlands der Eisenbahn-Grenzübergang zwischen dem griechischen Idomeni und dem mazedonischen Gevgelija wieder geöffnet. Am Mittwoch hatte der nördliche Nachbar Griechenlands für mehrere Stunden die Grenze geschlossen.

(dpa)
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