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Erkrath
44. Geldautomat in NRW gesprengt

Erkrath. Eine Spur der Verwüstung hinterließen gestern Morgen drei maskierte Täter, die gegen 3.20 Uhr einen Geldautomaten der Commerzbank in Erkrath gesprengt haben. Das Trio raste nach Angaben von Zeugen mit hoher Geschwindigkeit in einem dunklen Audi in Richtung der nahe gelegenen Autobahn davon. Obwohl die Polizeiwache nur 150 Meter Luftlinie entfernt liegt, gelang den Männern die Flucht. Über der Bankfiliale befinden sich mehrere Wohnungen; die Anwohner wurden durch den Knall geweckt, aber nicht verletzt.

Laut Landeskriminalamt NRW handelt es sich um die 44. Geldautomatensprengung in diesem Jahr. Ob es sich um die gleichen Täter handelt, die seit mehreren Monaten Automaten am Niederrhein und im Ruhrgebiet zerstören, kann die Polizei nur vermuten. Wie an den anderen Tatorten wurde auch in Erkrath offenbar ein Gasgemisch benutzt, um die Detonation auszulösen.

Das Landeskriminalamt hatte vor Kurzem eine eigene Ermittlergruppe eingesetzt, um den Tätern auf die Spur zu kommen. Die Polizei vermutet, dass es sich um mehrere Gruppen handelt, die in PS-starken Audis aus den Niederlanden einreisen. Dutzende Streifenwagen und ein Hubschrauber schafften es vor Wochen nicht, einen Audi zu stoppen, in dem Mitglieder der Geldautomaten-Bande vermutet wurden.

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