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Minsk/New York
Abkommen bringt neue Bewegung in Ukraine-Konflikt

Minsk/New York. Im Ukraine-Konflikt soll ein neues Abkommen über einen Truppenrückzug im Frontgebiet für Entspannung sorgen. "Das Dokument schafft faktisch Bedingungen, in denen Handfeuerwaffen nicht für den Beschuss (der Gegenseite) verwendet werden können", teilte die ukrainische Führung gestern mit. Dafür sollen die gegnerischen Kämpfer auf Abstand gebracht werden, damit sie sich nicht mehr beschießen können. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier begrüßte die Einigung der Konfliktparteien. "Das ist eine ganz wichtige generelle Vereinbarung", sagte er in New York.

Das sogenannte Entflechtungsabkommen wurde bei einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe im weißrussischen Minsk beschlossen. Die Umsetzung soll nicht länger als 30 Tage dauern und von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) überwacht werden - wie der schon früher vereinbarte Abzug schwerer Waffen von der Front. In der Kontaktgruppe verhandeln neben der Ukraine auch Russland und die OSZE mit den prorussischen Separatisten.

Vertreter der Aufständischen unterschrieben das Abkommen. Es tritt aber erst in Kraft, wenn es auch die Rebellenführer aus Donezk und Luhansk angenommen haben. Der russische Unterhändler Boris Gryslow sagte, die Separatisten hätten Kiew auch den Austausch von mehr als 600 Gefangenen vorgeschlagen.

(dpa)
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