Vorstellung von Powell sei nicht realisierbar: Ägypten und Jordanien lehnen "Übergangsstaat" ab
zuletzt aktualisiert: 19.06.2002 - 16:07Kairo/Amman (rpo). Ägypten und Jordanien halten einen palästinensischen "Übergangsstaat" für nicht realisierbar. Ein Staat Palästina könne nur ausgerufen werden, wenn die Palästinenser vollständige Souveränität auf ihrem Staatsgebiet hätten.
Ägypten und Jordanien lehnen die von US- Außenminister Colin Powell vor einigen Tagen geäußerte Vorstellung eines palästinensischen "Übergangsstaates" ab. "Wir können nicht verstehen, wie man so etwas wie einen provisorischen Staat gründen könnte", sagte der jordanische Außenminister Marwan el Muascher am Mittwoch nach einem Treffen zwischen dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak und König Abdullah II. in Amman.
Sein ägyptischer Amtskollege Ahmed Maher fügte hinzu: "Das Einzige, was hier provisorisch ist, ist die israelische Besetzung arabischer Gebiete." Beide Außenminister äußerten die Hoffnung, dass US-Präsident George W. Bush in den nächsten Stunden einen "positiven und ausgewogenen" Plan für die Wiederaufnahme der politischen Verhandlungen vorlegen wird, der letztlich die Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates mit der Hauptstadt Jerusalem zum Ziel habe. Mubarak reiste anschließend zu einem Gespräch mit dem syrischen Präsidenten Baschar el Assad nach Damaskus.
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