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Hamburg
Ärztepräsident: Germanwings versagte vor Absturz

Hamburg. Nach Ansicht von Bundesärztekammerpräsident Frank Ulrich Montgomery haben Lufthansa und Luftfahrtbundesamt vor dem Germanwings-Absturz im März 2015 versagt. Er finde es erschreckend, dass beide von der schweren Depression des Piloten gewusst und dann keine besonderen Untersuchungen durchgeführt hätten, sagte Montgomery dem "Hamburger Abendblatt". Montgomery zufolge hätte man den Co-Piloten der Germanwings-Maschine häufiger untersuchen müssen: "In solchen Fällen reicht eine jährliche Untersuchung, wie sie die Regel ist, nicht aus".

Die fliegerärztliche Untersuchung sei zudem überwiegend auf körperliche Befunde und Laborwerte abgestellt. Die psychischen Untersuchungen seien demgegenüber nicht ausreichend. Außerdem bemängelte er, dass die Absicherung der Piloten im Falle einer Berufsunfähigkeit "unanständig" sei.

(epd)
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