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Wiesbaden/Berlin
AfD-Erfolg in Hessen verunsichert Volksparteien

Wiesbaden/Berlin. Nach dem guten Abschneiden der AfD bei den hessischen Kommunalwahlen macht sich bei den großen Volksparteien Verunsicherung breit. Eine Woche vor drei wichtigen Landtagswahlen konnte sich die neue Rechtspartei nach sogenannten Trendergebnissen mit 13,2 Prozent hinter CDU und SPD als drittstärkste Kraft im Land etablieren. Nach Bekanntgabe der ersten vorläufigen Ergebnisse aus einzelnen Gemeinden zeigte sich jedoch auch, dass die Alternative für Deutschland (AfD) ihre in den Kommunen zusammengerechneten Werte nicht überall halten konnte.

Die Vizevorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Eva Högl, kommentierte den AfD-Erfolg mit den Worten: "Wenn sie mit zweistelligen Stimmergebnissen in den Landtagen vertreten ist und vielleicht irgendwann im Deutschen Bundestag, wird sich in unserer Gesellschaft sehr viel zum Negativen verändern."

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sprach von einer "klassischen Protestwahl". Landespolitische Aspekte hätten keine entscheidende Rolle gespielt. "Es ging vor allem darum, den etablierten Parteien eine mitzugeben", sagte auch die hessische SPD-Generalsekretärin Nancy Faeser. Triumphierend äußerte sich die AfD-Vorsitzende Frauke Petry: "Die Macht der etablierten Parteien bröckelt."

(dpa)
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