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Berlin
AfD zieht in Umfrage mit der Linkspartei gleich

Berlin. Die Alternative für Deutschland (AfD) legt in Umfragen weiter zu. Im aktuellen Sonntagstrend kommt die rechte Partei bundesweit auf neun Prozent (+1)und holt damit die Linkspartei (-1) ein. Wie das Meinungsforschungsinstitut Emnid für die Zeitung "Bild am Sonntag" ermittelte, kann die AfD vor allem im Osten punkten. Dort kommt sie auf 14 Prozent. Bei ostdeutschen Männern liegt der Zuspruch für die Partei, die vor "Asyl-Chaos" warnt, sogar bei 18 Prozent. Der Parteienforscher Ulrich von Alemann erklärt den Aufschwung der AfD mit deren Haltung in der Flüchtlingsfrage. "Die AfD ist die einzige Partei in Deutschland, die die Vorurteile von Teilen der Bevölkerung gegenüber Ausländern hemmungslos ausbeutet", sagte von Alemann der "Bild am Sonntag".

Der frühere Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und ehemalige Vize-Vorsitzende der AfD, Hans-Olaf Henkel, warnte unterdessen im WDR-Magazin "Westpol"vor einem Rechtsruck seiner ehemaligen Partei. Die AfD, aus der er im Juli dieses Jahres ausgetreten ist, sei mittlerweile zu einer "NPD light" geworden. "Es macht mir Kummer, dass ich mitgeholfen habe, ein richtiges Monster zu erschaffen", sagte Henkel.

(dpa)
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