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Aleppo
Bundesregierung nennt syrische Angriffe Barbarei

Aleppo. Nach dem bislang schwersten Bombenhagel auf die nordsyrische Stadt Aleppo hat die Bundesregierung dem Regime in Damaskus Barbarei vorgeworfen.

Regierungssprecher Steffen Seibert forderte Syriens Verbündeten Russland eindringlich auf, sich für ein Ende des Bürgerkrieges einzusetzen. Der Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Bundestag, Michael Brand (CDU), hat eine Schutzzone nördlich von Aleppo für die Zivilbevölkerung gefordert. "Das Inferno in Aleppo ist zum Heulen", sagte Brand unserer Redaktion. "Und jeder, der nur ein Stück Menschlichkeit im Frack hat, darf nicht länger taktieren mit Hunderttausenden von Menschenleben."

Am Montag flogen Kampfjets erneut Dutzende Luftangriffe auf Aleppo und andere Teile des Landes. Dabei wurden mindestens drei Zivilisten getötet, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte. Einwohner aus Aleppos Rebellengebieten berichteten über eine größere Anzahl Opfer. "Die Angriffe haben am Montag jedes einzelne Viertel im Osten Aleppos getroffen", sagte der Aktivist Baha al Halabi.

Den Menschenrechtsbeobachtern zufolge musste eine Klinik nach Luftangriffen in der Gegend ihre Arbeit einstellen. Die Hilfsorganisation UOSSM erklärte, Patienten müssten in überfüllten Krankenhäusern im Osten Aleppos auf dem Fußboden operiert werden.

(qua/dpa )
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