DGB-Studie: Alleinerziehende haben größtes Armutsrisiko
zuletzt aktualisiert: 04.09.2010 - 08:12Landau (RPO). Alleinerziehende haben bundesweit das größte Armutsrisiko. Das geht aus einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor. So sei ihr Anteil bei den Hartz IV-Empfängern inzwischen fünfmal so hoch wie bei Paaren mit Kindern, sagte DGB-Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy.
Selbst in Bayern bezögen bereits rund 25 Prozent der Alleinerziehenden Hartz IV und in Ostdeutschland sogar mehr als die Hälfte. Die Gründe für das überdurchschnittliche hohe Verarmungsrisiko lägen vor allem beim mangelhaften Angebot der Kinderbetreuung, sagte Adamy der "Rheinpfalz am Sonntag".
So wird nach DGB-Erkenntnissen jede dritte "Hartz IV"-Empfängerin wegen schlechter Kinderbetreuung entweder gar nicht oder nur mit großen zeitlichen Einschränkungen dem Arbeitsmarkt zu Verfügung stehen. Eine bessere Vereinbarkeit von Kindererziehung und Erwerbstätigkeit ist nach Ansicht Adamys die wichtigste Voraussetzung zur Armutsvermeidung. Von den arbeitslosen Alleinerziehenden wünschten sich 60 Prozent einen Vollzeit- und nur 37 Prozent einen Teilzeitjob.
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