| 07.28 Uhr

Trennung als Armutsrisiko
Alleinerziehenden sinnvoll helfen

Trennung als Armutsrisiko: Alleinerziehenden sinnvoll helfen
FOTO: Ronny Hendrichs
Düsseldorf. Wenn in Deutschland fast 38 Prozent der Alleinerziehenden mit Hartz IV unterstützt werden müssen, läuft etwas schief. Was muss geändert werden? Von Reinhard Kowalewsky

Wir brauchen eine Reform der Scheidungsreform von 2008: Es war richtig, dass Männer für die getrennte Ehefrau nicht mehr undifferenziert jahrzehntelang aufkommen müssen. Aber das völlige Abschaffen von Unterhalt gegenüber dem Ex-Partner ist auch unfair: Wenn ein Partner Karriere macht, weil der andere viel Zeit für die Kinder investierte, muss dies ausgeglichen werden. Was spricht dagegen, dass ein Ingenieur seiner Ex-Partnerin viele Jahre lang beispielsweise 300 Euro im Monat überweist?

Es ist gut, dass der Staat den Unterhaltsvorschuss auch für größere Kinder zahlt. Aber das Geld muss eingetrieben werden. Und die Idee einer Grundsicherung für alle Kinder ist sinnvoll: Diese Kinder werden gemeinsam die Renten der jetzigen Berufstätigen finanzieren. Warum sollen die Kosten ihrer Versorgung nicht stärker von uns allen bezahlt werden?

Jungen Frauen kann man nur raten: Augen auf bei der Berufswahl! Es ist wichtig und klug und macht selbstbewusst, sich immer auch alleine finanzieren zu können - auch während einer glücklichen Ehe.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Trennung als Armutsrisiko: Alleinerziehenden sinnvoll helfen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.