HypoVereinsbank dominierend bei möglicher Fusion: Allianz als treibende Kraft bei Bankenzusammenschluss
zuletzt aktualisiert: 08.01.2000Hamburg (dpa). Bei einer möglichen Fusion der HypoVereinsbank (München) mit der Dresdner Bank (Frankfurt/Main) wird das Münchner Institut der dominierende Partner sein.
Das berichten übereinstimmend die Nachrichtenmagazine «DER SPIEGEL» und «FOCUS» in ihren neuen Ausgaben. Die Allianz, größter Anteilseigner bei beiden Banken, will laut «SPIEGEL» die HypoVereinsbank und die Dresdner Bank zusammenführen und völlig neu strukturieren. Unter dem Dach einer Holding sollen dabei auch einzelne Geschäftszweige ausgelagert, verkauft oder innerhalb der Institute verschoben werden.
Beim gemeinsamen Großaktionär habe die HypoVereinsbank die besseren Karten, berichtet «FOCUS» unter Berufung auf Finanzmarktinsider. Nach diesem Szenario würde die Münchner Bank die Dresdner übernehmen und danach einige Geschäftsbereiche wieder abstoßen.
Ziel der Maßnahme ist es, eine Bank für Privatkunden und Mittelständler zu schaffen, schreibt der «SPIEGEL» unter Berufung auf Manager, die an den Verhandlungen beteiligt sind. So wollten die Strategen aus München das Privatkundengeschäft der beiden Institute mit dem der Deutschen Bank zusammenlegen und den Geschäftszweig des Investmentbanking komplett abgeben. Einen Tausch des Investmentbanking der Dresdner Bank gegen das Privatkundengeschäft der Deutschen Bank habe ein Insider als eine «mögliche Variante» bezeichnet.
Die Aufsichtsräte des Münchner Geldhauses werden laut «FOCUS» in den nächsten Tagen von Vorstandschef Albrecht Schmidt und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Kurt Viermetz darüber informiert, dass bei der nächsten Sitzung des Gremiums im Februar weitere strategische Überlegungen diskutiert würden.
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