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Pariser Anschläge
Verdächtiger aus der U-Haft entlassen

Anschläge in Paris: Verdächtiger aus der U-Haft entlassen
Französische Polizisten patrouillieren in Paris. FOTO: dpa, el moa
Brüssel . Einer der im Zusammenhang mit den Pariser Anschlägen festgenommenen Verdächtigen soll aus der belgischen Untersuchungshaft entlassen werden. Die Staatsanwaltschaft in Brüssel verzichtete darauf, Einspruch gegen eine Gerichtsentscheidung zur Aufhebung der U-Haft einzulegen.

Damit konnte der 35-Jährige nach knapp fünf Monaten auf freien Fuß gesetzt werden. Der Sohn eines Imams aus dem Brüsseler Problemviertel Molenbeek war zehn Tage nach den Anschlägen vom 13. November festgenommen worden. Der 35-jährige Abdellah C. ist ein Bekannter des flüchtigen Mohamed Abrini, eines engen Freunds der Brüder Brahim und Salah Abdeslam. Letzterer ist der einzige Überlebende des Kommandos vom 13. November.

Vorwurf wegen "Terrormorden" bleibt bestehen

Nach Angaben von C.s Anwalt hatte sein Mandant im vergangenen Juni Abrini zum Brüsseler Flughafen Zaventem gebracht und am 16. Juli in Paris abgeholt. Abrini steht im Verdacht, seinen damaligen Türkei-Urlaub für einen Aufenthalt in Syrien genutzt zu haben. Auf dem Handy eines weiteren inhaftierten Verdächtigen wurde zudem C.s Handynummer entdeckt. Laut seinem Anwalt konnte C. jedoch alle Fragen klären.

Ungeachtet dessen bleibt der Vorwurf gegen C. wegen "Terrormorden und Beteiligung an den Aktivitäten einer terroristischen Gruppe" bestehen. Nach belgischem Gesetz wird eine formelle Beschuldigung erst nach Abschluss der Ermittlungen wieder aufgehoben. Bei den koordinierten Anschlägen in Paris waren 130 Menschen getötet worden.

(afp/jeku)
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