Kathrein will Anteil von 25 auf 70 Prozent erhöhen: Antennenhersteller will Grundig kaufen
zuletzt aktualisiert: 09.10.2000 - 09:33Nürnberg/Rosenheim (dpa). Der Rosenheimer Antennenhersteller Kathrein will die Mehrheit am Unterhaltungselektronik-Konzern Grundig übernehmen. Der geschäftsführende Gesellschafter Anton Kathrein sagte der "Welt" (Montagausgabe), er wolle seine Grundig-Beteiligung von 25 auf rund 70 Prozent erhöhen.
Kathrein will ein 36-Prozent-Paket von der HypoVereinsbank kaufen und zielt zudem auf ein Zehn-Prozent-Paket, das bei der Victoria- Versicherung liegt. Die Verträge seien unterschriftsreif, sagte Kathrein der "Welt". Die anderen Grundig-Aktionäre müssten allerdings noch zustimmen.
Kathrein ist nach eigenen Angaben der weltgrößte Antennenproduzent und erzielte 1999 einen Umsatz von 1,3 Milliarden DM (0,66 Mrd Euro). Grundig kam bei 2,7 Milliarden DM Umsatz auf 15 Millionen DM Gewinn.
Auch im Grundig-Vorstand stehen laut "Welt" Veränderungen an. Die Stelle des Produktionsvorstandes werde zum 1. Januar mit einem früheren Temic-Telefunken-Manager besetzt. Der Vertrag des bisherigen Produktionschefs Manfred Bartl (62) laufe Mitte 2001 ebenso aus wie der des Vorstandssprechers Herbert Bruch.
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