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Berlin
Antibiotika-Rückstände bei jedem dritten Stück Pute

Berlin. Die Antibiotika-Belastung in Geflügelfleisch bleibt in Deutschland hoch. Lebensmittelkontrolleure fanden 2014 bei knapp einem Drittel (29,8 Prozent) der getesteten 84 Putenfleischstücke Antibiotika-Rückstände. Bei Hähnchenfleisch wiesen sie Reste der Medikamente in knapp fünf Prozent der 125 Proben nach. Das teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gestern in Berlin mit. Allerdings gibt es auch gute Nachrichten: Bis auf eine Probe blieben die Rückstände in allen anderen Fällen unter den gesetzlichen Grenzwerten, sagte Amtspräsident Helmut Tschiersky. Von Jan Drebes

Jedes Jahr veröffentlicht die Behörde ihren Bericht zur Lebensmittelüberwachung. Auch Bedarfsgegenstände wie Schmuck fließen in die Kontrollen ein. Dabei blieb sowohl die Zahl der Kontrollen als auch die der Beanstandungen auf dem Niveau der Vorjahre. So wurden 2014 rund 540.000 der 1,2 Millionen registrierten Betriebe kontrolliert, bei 138.000 Betrieben wurden Verstöße festgestellt. 382.000 Lebensmittel, Kontaktmaterialien wie Verpackungen und Bedarfsgegenstände wie Kosmetika wurden geprüft, zwölf Prozent davon beanstandet. Das entspricht ebenfalls dem Vorjahresniveau. Am häufigsten fielen Lebensmittel für besondere Ernährungsformen wie Diät-Produkte oder Sportlernahrung wegen falscher Beschriftungen oder Inhaltsstoffe negativ auf.

Schlechte Nachrichten gibt es bei Schmuck: So fanden Prüfer in Ohrsteckern oder Piercings wieder zunehmend Nickel, auf das viele Menschen allergisch reagieren. Fast jede sechste Probe der 556 untersuchten Produkte wurde beanstandet. Die höchsten Konzentrationen überschritten dabei die Grenzwerte um das Zehnfache, teilte das Bundesamt in seinem Bericht mit.

(jd)
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