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Mainz
Antirassistische Parolen vor einer AfD-Kundgebung

Mainz. Vor einer Kundgebung der rechtskonservativen Partei Alternative für Deutschland (AfD) haben Unbekannte den Veranstaltungsort in Mainz mit antirassistischen Parolen besprüht. Ermittler untersuchten außerdem die Ursache für ein Loch in einer Fensterscheibe des Bürgerhauses, in dem die AfD zusammenkommen will, sagte ein Polizeisprecher. Bislang könne nicht bestätigt werden, dass auf die Scheibe geschossen worden sei. Die AfD will mit der Demonstration den Wahlkampf für die rheinland-pfälzischen Landtagswahlen am 13. März einläuten. Redner der AfD-Kundgebung ist der stellvertretende Bundesvorsitzende Alexander Gauland, der als Vertreter des rechten Rands der Partei gilt. Zu einer Gegendemonstration wurden am Abend mehrere Hundert Menschen erwartet.

Im südhessischen Dreieich suchen die Ermittler nach den Schüssen auf eine Flüchtlingsunterkunft weiter nach Täter und Motiv. Ob die Tat einen fremdenfeindlichen Hintergrund hat, war auch gestern noch unklar. "Es gibt weder Hinweise dafür noch dagegen", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Darmstadt. Ein oder mehrere Täter hatten am frühen Montagmorgen mehrmals auf das Gebäude gefeuert und einen 23-jährigen schlafenden Asylbewerber am Bein verletzt. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen keine Informationen zur verwendeten Munition bekanntgeben, die Sprecherin sprach lediglich von "Geschossen". Sie werden beim Landeskriminalamt in Wiesbaden untersucht. Eine solche Analyse "dauert immer etwas länger", sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts. Noch am Montag hatten sich nach Angaben der Polizei etwa 100 Menschen in Dreieich zu einer Mahnwache getroffen.

(dpa)
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