Ex-Regierungspräsident schöpft aus Erfahrungsschatz: Antwerpes gibt Steiner "Arschloch"-Tipps
zuletzt aktualisiert: 22.11.2001 - 17:21Köln (rpo). Der frühere Kölner Regierungspräsident Franz-Josef Antwerpes hat Ex-Kanzlerberater Michael Steiner Tipps zum Thema "Arschloch" gegeben. "Hätten Sie in Moskau gesagt: Es gibt auf der Welt verdammt viele Arschlöcher, auch welche, die hier im Flughafen sind, und jetzt möchte ich ein bisschen Kaviar, wäre keiner der Soldaten auf die Idee gekommen, persönlich angesprochen gewesen zu sein", schrieb Antwerpes in einem am Donnerstag im Kölner "Express" veröffentlichten Brief.
Im schlimmsten Fall wäre ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft nach vielen Monaten eingestellt worden.
Antwerpes weist darauf hin, dass er "große Erfahrungen mit dem genannten Ausdruck" habe. "Als Kritiker meine Jubiläumsfeier auf Schloss Augustusburg als zu teuer bemängelten - ein völlig idiotischer Vorwurf -, habe ich im Radio selbige als ´so große Arschlöcher´ bezeichnet, dass ein Lkw in ihren Hintern reinfahren könnte."
Dieser plastische Vergleich habe ihm Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Bonn und Mainz eingetragen. Doch sie seien nach vielen Monaten eingestellt worden, "weil ich niemanden namentlich genannt hatte". Antwerpes kündigte Steiner an, er werde ihm sein Buch "Sehr geehrtes Arschloch" schicken, das in diesem Jahr erschienen sei.
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