Schwerpunkt Terrorismus: ASEAN-Gipfel in Kambodscha
zuletzt aktualisiert: 03.11.2002 - 13:13Phnom Penh (rpo). In der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh hat am Sonntag das Gipfeltreffen des Verbandes südostasiatischer Staaten (ASEAN) begonnen - unter dem starken Eindruck der Bombenanschläge auf Bali.
Es wird erwartet, dass die Staats- und Regierungschefs der zehn Mitgliedsländer bis zum Ende der Konferenz am Dienstag eine Erklärung zum gemeinsamen Kampf gegen den Terror verabschieden. Zudem soll beraten werden, wie der Tourismus trotz der Anschläge angekurbelt und die Region als sicheres Urlaubsziel präsentiert werden kann, hieß es aus Teilnehmerkreisen.
Nach den Bombenattentaten auf zwei beliebte Nachtclubs in dem Ferienort Kuta, bei denen mindestens 190 Menschen ums Leben gekommen waren, leidet vor allem Indonesien unter massiven Stornierungen von Urlaubern.
Am Sonntagabend (Ortszeit) stand ein erstes Arbeitsessen der Spitzenpolitiker des Staatenverbandes auf dem Programm, bei dem die gemeinsame Erklärung zum Terrorismus beraten werden sollte. Für Montag und Dienstag sind dann bilaterale Gespräche zwischen den ASEAN-Staaten sowie China, Japan, Südkorea und Indien vorgesehen. Dabei soll es vor allem um den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen und die regionale Sicherheit gehen. Auf der Tagesordnung steht zudem das geplante Freihandelsabkommen zwischen ASEAN und China.
ASEAN-Mitglieder sind Indonesien, die Philippinen, Singapur, Malaysia, Thailand, Vietnam, Laos, Kambodscha, Brunei und Birma. An der Konferenz nimmt außerdem Südafrika teil. Das erst im Mai unabhängig gewordenen Timor-Leste hat Beobachterstatus.
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