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Washington
US-Telefonkonzern AT&T arbeitete mit NSA zusammen

Wer hört wen ab - und was man dagegen tun kann
Wer hört wen ab - und was man dagegen tun kann FOTO: dpa, Jens Büttner
Washington. Der US-Telekommunikationsgigant AT&T war nach Informationen der "New York Times" tiefer in die Spähaktionen des Geheimdienstes NSA verstrickt, als bisher angenommen. Das gehe aus Dokumenten hervor, die der ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden veröffentlicht hat. Demnach stufte der Geheimdienst die Zusammenarbeit mit AT&T bei der Überwachung des Internets als "besonders produktiv" ein. Das Unternehmen sei "höchst kooperativ" und "extrem hilfsbereit" gewesen.

AT&T soll der NSA mit Hilfe gesetzlich gedeckter Methoden Zugang zu Milliarden von E-Mails gegeben haben. Die Gesellschaft habe "binnen weniger Tage" nach Beginn des Programms zur Überwachung ohne richterliche Vollmacht im Oktober 2001 damit angefangen, Unterlagen an die NSA weiterzuleiten.

Im September 2003 sei sie der erste "Partner" gewesen, der eine neue Technik zur Datensammlung freigeschaltet habe, durch die der NSA zufolge eine "live-Präsenz im globalen Netz" möglich geworden sei. In einem der ersten Monate der Operation seien der NSA 400 Milliarden Internet-Metadatenunterlagen zugeleitet worden.

(dpa)
 
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