Mehr als zwei Jahrzehnte "imperialistischer Kampf": Attentate der RAF
zuletzt aktualisiert: 16.05.2001 - 15:44Hamburg (rpo). Im "bewaffneten Kampf" gegen das "imperialistische System" in Deutschland gingen in mehr als zwei Jahrzehnten zahlreiche Attentate auf das Konto der RAF.
1.4.1991 in Düsseldorf: Treuhand-Chef Detlev Rohwedder (58) wird durch ein Fenster im Arbeitszimmer seines Hauses erschossen.
30.11.1989 in Bad Homburg: Alfred Herrhausen (59), Chef der Deutschen Bank, wird mit seinem Auto in die Luft gesprengt.
10.10.1986 in Ippendorf bei Bonn: Unbekannte erschießen den Bonner Spitzendiplomaten Gerold von Braunmühl (51) auf offener Straße.
9.7.1986 in Straßlach bei München: Der Siemens-Manager Karl Heinz Beckurts (56) und sein Fahrer werden von einer ferngezündeten Bombe zerfetzt.
8.8.1985 in Wiesbaden und Frankfurt: Zunächst wird ein US-Soldat ermordet, mit dessen Karte die Täter auf den Luftwaffenstützpunkt gelangen: Die Explosion einer Autobombe fordert zwei weitere Tote.
1.2.1985 in Gauting bei München: Unbekannte töten Ernst Zimmermann (56), Chef der Firma MTU, in seinem Haus mit einem Kopfschuss.
5.9.1977 in Köln: Entführung und spätere Ermordung von Arbeitgeber-Präsident Hanns Martin Schleyer (62). Bei dem Überfall sterben auch der Fahrer und drei Polizisten.
30.7.1977 in Oberursel (Taunus): Ein RAF-Kommando streckt Jürgen Ponto (53), den Chef der Dresdner Bank, bei einem offenbar misslungenem Entführungsversuch in seinem Haus nieder.
7.4.1977 in Karlsruhe: Tödliche Schüsse auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback (57), seinen Fahrer und einen Polizisten.
24.04.1975 in Stockholm: Ein Kommando der RAF erschießt in der deutschen Botschaft die Diplomaten Andreas von Mirbach und Heinz Hillegaart.
24.5.1972 in Heidelberg: Autobomben-Anschlag auf das Europa- Hauptquartier des US-Heeres. Drei US-Soldaten sterben.
11.5.1972 in Frankfurt: Im Hauptquartier des V. Armeekorps explodiert eine Bombe. Oberstleutnant Paul A. Blomquist (39) findet den Tod.
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