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Düsseldorf
Auch der Sarg von Adenauer fuhr über den Rhein

Düsseldorf. Straßburg, Speyer, Ludwigshafen - die letzte Reise Helmut Kohls dauerte zwölf Stunden. Besonders sein Weg über den Rhein erinnert an einen anderen großen Politiker: Konrad Adenauer. Nachdem der erste Bundeskanzler der Republik am 19. April 1967 in seinem Haus in Rhöndorf gestorben war, ordnete der damalige Bundespräsident Heinrich Lübke einen Staatsakt und ein Staatsbegräbnis an. Zunächst wurde der Sarg im großen Kabinettssaal des Bundeskanzleramtes und dann im Kölner Dom aufgebahrt, um auch der Bevölkerung Gelegenheit zum Abschied zu geben.

Hunderttausende taten dies. Schließlich wurde der Sarg mit einem Schnellboot der Marine in einem Schiffskonvoi rheinaufwärts gebracht. Wieder begleiteten Menschenmassen die eineinhalbstündige Fahrt vom Ufer aus. Adenauer wurde dann im Familiengrab auf dem Waldfriedhof in Rhöndorf im engsten Familienkreis beigesetzt.

Quelle: RP
 
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