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Vor Innenministerium: 14 Tote bei Selbstmordanschlag im Irak

zuletzt aktualisiert: 28.08.2006 - 11:11

Bagdad (rpo). Bei einem Selbstmordanschlag sind im Irak 14 Menschen getötet worden, 43 Menschen wurden verletzt. Ein Attentäter raste mit einem Auto in einen Kontrollpunkt vor dem irakischen Innenministerium in Bagdad. Unter den Todesopfern waren acht Polizisten.

Weitere 43 Menschen wurden verletzt. Der britische Verteidigungsminister Des Browne traf zu Gesprächen über die Sicherheitslage in Bagdad ein.

Browne kam zunächst mit seinem irakischen Kollegen Abdul Kader Mohammed Dschassim al Mifardschi zusammen. Später war auch ein Gespräch mit Ministerpräsident Nuri al-Maliki geplant, wie ein Sprecher der britischen Botschaft erklärte. Es wurde erwartet, dass es bei den Gesprächen um die Übergabe der Kontrolle in die südlichen Provinzen an die irakischen Streitkräfte geht. Die irakischen Truppen übernahmen bereits im Juli die Kontrolle über die Provinz Muthanna. Maisan und Dhi Kar, wo ebenfalls britische Streitkräfte stationiert sind, sollen in den kommenden Monaten übergeben werden. In der vergangenen Woche erklärte das britische Verteidigungsministerium, man wolle die Zahl seiner Soldaten im Irak von derzeit 7.000 bis Mitte 2007 auf 3.000 bis 4.000 reduzieren.

Am Wochenende wurden bei Anschlägen im Irak sechs US-Soldaten getötet, wie die Streitkräfte am Montag mitteilten. Vier von ihnen kamen am Sonntag ums Leben, als ihr Wagen von einer am Straßenrand versteckten Bombe im Norden Bagdads zerrissen wurde. Seit Beginn des Irak-Kriegs im März 2003 sind mehr als 2.600 US-Militärangehörige getötet worden. Die Gewalt im Irak kostete allein am Sonntag landesweit wieder mehr als 50 Menschen das Leben. Al-Maliki versicherte jedoch in einem CNN-Interview, das Land befinde sich nicht im Bürgerkrieg.

Quelle: ap

 
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